Teilnahmekriterien

Die Teilnahme

Auch Sie können Lörnie-Autorin, Lörnie-Autor werden! Ob „alter Hase“ oder NeulehrerIn, ob Lernende oder Studierende – vielleicht haben gerade Sie DIE besondere Idee, Herangehensweise oder Aufbereitung …

Teilnehmen kann jedes digitale Lehrmaterial, das entweder von Ihnen allein, im Team oder im Zuge eines Projekts mit Schülerinnen und Schülern, mit einer ganzen Klasse oder sogar mit der gesamten Schule entstanden ist. Egal in welchem Umfang - small, medium oder large :-)

Das Lehrmaterial muss elektronisch eingereicht werden und es muss natürlich in elektronischer Form vorliegen. Es sollte den Lehrinhalten des österreichischen Lehrplans eines Schultyps von der 1. bis zur 13. Schulstufe (Primär- oder Sekundarstufe) zuzuordnen sein.

Ihr Lehrmaterial muss einen durchgängigen, didaktischen „roten Faden“ bieten und ohne zusätzliche technische Kenntnisse verwendbar sein, d.h. es sollten möglichst keine zusätzlichen Installationen, Programme oder Arbeitsschritte nötig sein, um Ihre Einreichung vorzuführen bzw. zum Laufen zu bringen.

Lehrmaterialien, die beim Lörnie Award Beachtung finden, sollten sich durch einen originellen Zugang zu einem Thema, durch außergewöhnliche Aufbereitung oder durch besondere Innovation von anderen am Markt befindlichen eContents unterscheiden. Pluspunkte bringen gendergerechte Aufbereitung und Berücksichtigung von geschlechtsspezifischen Unterschieden und Bedürfnissen im Lernprozess und in der Herangehensweise an das Thema (mehr dazu unter “Sonderpreise“ weiter unten).

Natürlich sind technische Funktion und urheberrechtliche Unbedenklichkeit Voraussetzung, allerdings wissen wir: Sie sind Unterrichtende und haben nicht die Möglichkeiten eines kommerziellen Unternehmens. Scheuen Sie sich deshalb bitte nicht, falls Ihnen Ihr Lehrmaterial aus technischer oder kommerzieller Sicht vielleicht nicht so perfekt erscheint – wagen Sie auf jeden Fall die Einreichung! Das Lörnie-Team berät Sie auch gerne bereits im Vorfeld – zögern Sie nicht, bei Fragen oder Unsicherheiten mit uns Kontakt aufzunehmen.

Der Ablauf

  • Sie haben eigene Lehrmaterialien erstellt, die Sie für besonders originell, gendergerecht und neuartig halten.
  • Sie reichen Ihren eContent über das Internet ein. Dies ist bis Ende März 2016 unter http://loernie.bildung.at möglich. Bitte wählen Sie eine oder (höchstens) zwei Kategorien aus, die Sie für passend halten.
  • Ihre Einreichung wird einer unabhängigen Jury, bestehend aus Unterrichtenden, die bereits große Erfahrung mit eTeaching und eLearning und mit der Entwicklung von digitalen Lehrmaterialien haben, unterbreitet.
  • Die Bewertung erfolgt nach den 10 Qualitätskriterien für eContent, allerdings adaptiert für die Bedingungen des Lörnie Awards (siehe weiter unten).
  • Die Gewinnerinnen und Gewinner in den unterschiedlichen Kategorien werden aufgrund der Bewertung der Jury nach einem Punktesystem ausgewählt.
  • Im Zuge einer festlichen Preisverleihung werden die Gewinnerinnen und Gewinner der öffentlichkeit vorgestellt. Wertvolle Sachpreise für die Preisträgerinnen und Preisträger dürfen erwartet werden.
  • Die prämierten Lehrmaterialien werden, selbstverständlich unter Wahrung aller Urheberrechte und nur mit Ihrem Einverständnis, der öffentlichkeit zugänglich gemacht.

 

Wir bitten, folgendes NICHT einzureichen:

  • Materialien, die identisch bzw. ohne Weiterentwicklung bereits einmal zu einem Lörnie Award eingereicht wurden.
  • Materialien, die mit professioneller, technischer Unterstützung und Finanzierung von Firmen umgesetzt wurden.
  • Konzepte oder Lehrinhalte, die (noch) nicht lauffähig und nicht in digitaler Form vorhanden sind.
  • Materialien, die ausschließlich mit Passwort erreichbar sind. Bitte auf jeden Fall einen Gastzugang einrichten!

 

Beurteilungskriterien (Auszug, adaptiert für den Lörnie-Award)

Die folgenden 10 Regeln stellen eine Anleitung zur Erstellung von guten eLearning Lernmodulen dar. Es ist klar, dass sie in verschiedenen pädagogischen Anwendungen (Lernstoff, Fachgebiet, Zielgruppe, etc) unterschiedlich interpretiert und gewichtet werden können.

1. richtig
Fachlich richtig und dem neuesten Wissensstand entsprechend. Unterschiedliche Standpunkte und Anregung zu kritischer Auseinandersetzung, Unterscheidung von Fakten und deren Wertung. Gesellschaftliche Relevanz und Genderaspekt.

2. strukturiert
Klare und für Lernende erkennbare modulare Struktur. An Lernzielen orientiert, die den Lernenden kommuniziert werden und auf die immer wieder Bezug genommen wird. Lernende übernehmen Verantwortung für die Setzung von Schwerpunkten bzw. den Weg durch den Lernstoff (selbstgesteuertes Lernen).

3. emotional
Persönliche Ansprache und Motivation, die Arbeit mit dem Lehrmaterial zu beginnen und weiterzuführen. Einsatz von entsprechenden inhaltlichen (Aktualität, Anknüpfen an Vorwissen, Relevanz, etc.) und gestalterischen (zielgruppenspezifisches Design, Leitfigur bzw. Leitmotiv, humorvolle Elemente, etc.) Maßnahmen.

4. adaptiv
Unterschiedliches Vorwissen, verschiedene Interessen und Begabungen sowie gendergerechte Bedürfnisse werden berücksichtigt. Optionale Zusatzangebote, zusätzliche Unterrichtsmaterialien, individuelle Wege durch den Lernstoff werden angeboten.

5. interaktiv
Nutzung der interaktiven Möglichkeiten der neuen Medien. Motivation zu eigenen Eingaben und somit Einbeziehung der Lernenden in den Lernfortschritt. Steuerung des Weges durch den Lernstoff, interaktive überprüfung des Lernerfolgs.

6. kommunikativ
Kommunikation und Kooperation unter den Lernenden werden angeregt, die Möglichkeit zur Rückmeldung von Verbesserungsvorschlägen an den Autor des Moduls ist gegeben.

7. reflexiv
übungs- und Testsituationen, um eigene Schwachstellen und Wissenslücken erkennen zu können. Kontinuierliche überprüfung und Nachvollziehbarkeit des Lernerfolgs. Variantenreiche Testsituationen, Anregung zu analytischem Denken.

8. explorativ
Entdeckendes Lernen vor vorgegebenem Faktenwissen. Anregung zu Fragen zum Lernstoff und deren selbständiges herauszufinden der Antworten. Zusätzliche Materialien, Anregung zur Arbeit mit externen Quellen sowie entsprechende methodische Anleitung.

9. standardisiert
Technische Standards werden eingehalten, die Einbindung in Lernplattformen unter Beibehaltung des vollen Funktionsumfangs ist möglich. Gängige Standards der Benutzerführung, der Seitengestaltung und der Adaption für Menschen mit Behinderungen werden berücksichtigt. Kategorisierung und Beschreibung mit Metadaten entsprechen den vom bmbf vorgegebenen Standards.

10. rechtskonform
Autor, Impressum und alle notwendigen formalen Elemente sind vorhanden. Urheberrechts und andere einschlägige Rechtsbestimmungen sind berücksichtigt. Einholung der Zustimmung von AutorInnen, richtiges Zitieren, Quellenangaben und Links zum Ursprung der Daten. österreichische Unterrichtsgesetze, insbesondere die für die jeweiligen Zielgruppen relevanten Lehrpläne werden beachtet.